Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

Wie war das vergangene Jahr in Ihrer Erinnerung?

Blau?
Himmlisch blau?
Oder leuchtend rot?
Voller Licht und Kraft?  
Oder überwiegen die Grautöne?
Dunkle Momente?
Das Schwarz der Nacht?

Die vorliegende Ausgabe mit dem Titel „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ schaut zurück und blickt nach vorn. Wirft Licht auf das Gewesene und führt vor Augen, wie weit der Horizont unter Gottes Himmel gespannt ist. Wie gut, dass dieses Schiff von kundigen Menschen gesteuert wird.
Ich bin dankbar für die Gemeinde-Crew, in der so viele Gaben und noch viel mehr Engagement zum Tragen kommen. Ein Vorstand, der mit Bedacht und Umsicht das Schiff steuert – mit einer engagierten Kapitänin auf der Brücke. Daneben ein sturmerprobtes Team von Hauptamtlichen, die das Schiff auf Kurs halten, kundig der Sterne, kundig der Stürme – auch wenn die Wellen mal hoch schlagen. Und eine große Mannschaft von an die hundert Ehrenamtlichen, die das Segel der Liebe gehisst haben, die bei Flauten ohne Murren an die Riemen gehen, die über Bord Gegangene aus der Tiefe bergen, die in der Kombüse immer wieder wunderbare Gerichte zaubern, die in der Krankenstation Wache halten, die im Ausguck den Überblick behalten, die Morsezeichen senden und ins Beiboot klettern, wenn ein anderes Gemeindeschiff anlegt, und die schöne Bootsfeste mit Musik und Gesang zu feiern in der Lage sind.
Wie vielfältig ist das Leben an Bord – immer gastfrei, auch neue Menschen aufzunehmen oder anzuheuern, wenn Not am Mann und an der Frau ist. Steigen Sie mit ein! Gehen Sie mit uns auf Fahrt! Der Herr über Wind und Stürme ist mit an Bord. Oder mit den Worten des alten Marienliedes: Das Schiff geht still im Triebe, es trägt ein teure Last, das Segel ist die Liebe, der Heilig Geist der Mast.

Marc Blessing