Wer macht wem Angst?

Oder richtiger: Wer macht wem eigentlich keine Angst?

 

Populisten schüren unsere Ängste:

Von Masseneinwanderung ist die Rede,

von Überfremdung,

vom Sieg des Islam über das Christentum.

Vom Untergang des Abendlandes.

 

Angst kann man nicht leicht weg reden.

Angst ist ein starkes Gefühl.

Sie ist da.

Sie bestimmt uns.

 

Doch wir müssen uns ihr auch nicht völlig aussetzen.

Den Ängsten kann man ins Gesicht sehen.

Überprüfen, stimmt das überhaupt, was gesagt wird?

Haben die Zig-Tausende Einwanderer, Flüchtlinge und Migranten tatsächlich unseren Lebensstandardreduziert?

Leben wir heute weniger reich als vor 3 Jahren?

Haben wir mehr Arbeitslosigkeit? Schlechtere Wirtschaftsdaten?

Nein, komischerweise nicht.

 

Die Angst bleibt dennoch.

 

In der Welt habt ihr Angst.

Angst treibt in die Enge.

Angst macht fertig und lässt verzweifeln.

Angst kann an meinem Gottvertrauen nagen.

 

In der Welt habt ihr Angst. Sagt Jesus.

Stimmt!

 

Wovor habe ich nicht alles Angst.

Vor fremden Menschen,

vor Andersgläubigen und Andersfarbigen,

vor Situationen, die vielleicht sogar meine Existenz bedrohen?

 

Mein Lieblingssatz gegen die Angst stammt von Jesus selbst.

In deine Hände befehle ich meinen Geist.

Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Ich kann die Angst nicht weg reden, sie nicht  verdrängen, sie ist und bleibt da.

Aber ich kann mich in Gottes Schutz bergen.

Und mich aus dem Schutz des Glaubens heraus dann auch der Angst stellen.

Ich kann der Angst besser ins Gesicht sehen,

wenn ich weiß, dass sie im Letzten keine Macht über mich hat.

 

Denn ich gehöre nicht der Angst. Und ich überlasse mich ihr nicht.

Ich gehöre Gott und ihm überlasse ich mich.

 

Du hast mich erlöst – heißt für mich:

Ich bin frei. Ich fürchte mich nicht.

Wenn Gott für mich ist, wer könnte gegen mich  sein?

 

Siehe, ich habe die Welt überwunden, sagt Jesus.

Jeder Sieg über die Angst ist ein Sieg über die Welt.

Marc Blessing